Wie Zukunftssorgen und regionale Bedingungen die Familienplanung junger Menschen begleiten

Wichtigste Ergebnisse:

  • Europaweit ist die Geburtenrate nach 2021 deutlich zurückgegangen, in Deutschland von 1,6 auf zuletzt 1,3 Kinder pro Frau.
  • Dagegen blieb der Kinderwunsch der 18- bis 39-Jährigen von 2021/22 bis 2023/24 zunächst konstant bei 1,8 Kindern. Neue Daten zeigen, dass 2024/25 auch der Kinderwunsch zurückgegangen ist, auf durchschnittlich 1,7 Kinder bei Frauen und 1,6 Kinder bei Männern.
  • Die als ideal angesehene Kinderzahl, also unabhängig von objektiven oder subjektiven Hindernissen, bleibt mit durchschnittlich 2,2 bis 2,3 Kindern für Frauen bzw. Männer stabil. Die Zweikindfamilie bleibt weiterhin die Idealvorstellung.
  • Es besteht ein Zusammenhang zwischen Sorgen aufgrund multipler Krisen und geringeren Kinderwünschen. Insbesondere die Verunsicherung durch Kriege und den Klimawandel sowie Sorgen um eine geschwächte Demokratie belasten viele junge Erwachsene.
  • Gleichzeitig besteht ein Gegengewicht dadurch, dass junge Menschen regionale Angebote, insbesondere Naturerholungsmöglichkeiten und Kitas, positiv bewerten. Die Zufriedenheit mit den Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten sowie insbesondere mit dem Wohnungsangebot fällt dagegen geringer aus, wobei Zufriedenheit in diesen beiden Bereichen eher mit der Absicht einhergeht, bald ein Kind zu bekommen.

Quelle: https://www.bib.bund.de/Publikation/2026/Geburtentief-und-sinkende-Kinderwuensche.html