Arbeitsbelastung erwerbstätiger Eltern – sind männliche Chefs im Vorteil?
Unterstützung in Arbeitsteams ist selten neutral. Gemäss einer Studie unter der Leitung von HSG-Professorin Jamie Gloor erhalten männliche Führungskräfte bei familiären Verpflichtungen deutlich mehr freiwillige Unterstützung als ihre weiblichen Kolleginnen. Kleine Gesten im Berufsalltag verstärken den «Fatherhood Bonus». Und zementieren die «Motherhood Penalty». Diese Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf die Gleichstellungsdebatte, die der Internationale Frauentag erneut aufgreift.
In der Studie «More Motivated to Help Male Leaders? Explaining Fatherhood Bonuses via Follower Helping» analysieren die Forschenden Alltagsdynamiken, welche erklären, warum männliche Führungskräfte trotz vergleichbarer Positionen, familiärer Verpflichtungen und Arbeitsbelastung oft mehr Unterstützung erhalten als ihre weiblichen Kolleginnen.
Vom Vorteil zum «Fatherhood Bonus»
Bereits ältere Befunde zeigten, dass Männer nach der Geburt eines Kindes häufig einen «Fatherhood Bonus» erhalten: Sie gelten als engagierter und erhalten eher Anerkennung und Karrierechancen als Frauen, bei denen häufiger angenommen wird, dass sie beruflich zurückstecken, um familiäre Aufgaben zu übernehmen. Die neue Studie hinterfragt, warum das so ist, und deckt einen Mechanismus auf, der im alltäglichen Verhalten vieler Mitarbeitender wurzelt.
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